Trainingsstunden-Nutzung
Wie oft ist gut?






Was sagte doch Goethe mal:
Wer sichere Schritte tun will, muß sie langsam tun.

Was heißt dies?
Ok, ich muß bei uns sagen: wir müssen viele Schritte tun.
Klar, es kommt vor, dass einer weniger Schritte (Training) tut und schneller am Ziel ist. Dies ist normal, da die Natur nicht alles gleich "verteilt". Wer den Eindruck hat, bei mir klappt es nicht, klappt es nicht ( Beispiel = Kippe) , den Mut nicht verlieren; sondern einfach fleißig weiter trainieren.

Sollte man kurz vor dem Wettkampf nur immer zum Traning kommen?
Das funktioniert nur in der Schule vor einer Arbeit. Kurz vorher lernen, reicht meistens.
Die Muskeln jedoch und auch der Kopf benötigen "langsame", viele Schritte.
Nicht nur das oftmalige Üben ist wichtig; sondern auch die regelmäßige Teilnahme am Training.
Warum?
Das Training, nach einem Wettkampf, läuft in verschiedenen Abschnitten ab. Nimmt man also nicht regelmäßig am Training teil, verpasst man notwendige "Lehrstunden":

A) Kurz nach einem Wettkampf werden neue Elemente probiert, werden die mißlungenen Elemente vom Wettkampf vorgenommen.
B) Im nächsten Schritt wird getestet, ob das "Neue" reif ist.
C) Dann wird die gesamte Übung trainiert mit oder ohne den neuen Elementen.
D) Zwei Wochen vorher veranstalte ich immer eine Genaralprobe (auch Cup genannt). Bei diesem "Stresstest" ( ist etwas anderes als Trainingsturnen) kann ich genau sehen, ob alles so geturnt wird, wie im Training. Wenn nicht, kann man schnell noch die Übung ändern = verbessern.

Läßt man nun einen der Schritte aus, ist ein Nachholen nicht möglich, da , der "Zug" ja schon weitergefahren ist. Dass bei weniger Training die Muskeln, die Fertigkeiten auch nicht zugenommen haben, nur so nebenbei gesagt.

Ihr dürft nie vergessen: Euren Wettkampf könnte man vergleichen mit dem Bau eines Hauses. Selbst errichtet, viel Arbeit mit dem Kopf und den Muskeln. Verglichen dazu, eine Show, ist diese nur eine Hütte.
Ihr seht, man muß sich entscheiden: Haus oder Hütte. Einzeln oder in einer Gruppe "verstecken".
Wo fühlt man mehr ein Erfolgserlebnis? Beim "Hausbau" oder "Hütte"?
Dieses Gefühl eines Erfolgserlebnisses werdet ihr im Leben selten erleben.

Nun betrachtet euch mal die Grafik


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Verstanden was ich damit ausdrücken will?

Je nach Wettkampf könnte ich als Normalsportler ( also kein Profi, der jeden Tag trainieren muß) auch beim Training mal fehlen ( aber gut verteilt, nicht mal eben 4 , 5 Wochen hintereinander nicht trainieren). Der Haken dabei, je nach Wettkampfart ( eine Teilnahme bei der Deutschen Meisterschaft ist höher zu bewerten, als eine Teilnahme im Kreiswettkampf) kann man mehr oder weniger trainieren bzw. nicht am Training teilnehmen. Das Gute bei Euch, Ihr seid nun langsam ausgewachsen und könnt nur zugewinnen bei regelmäßigem Training.
Ihr habt auch gesehen, man muß nicht immer teilnehmen. Klar, es gibt auch mal private oder schulische Ereignisse oder gesundheitliche Gründe, die man wahrnehmen muß.

Wer aber trotzdem meint, ich fehle ruhig mal 50, 60, 70%, darf sich nicht wundern, dass der nächste Wettkampf ein Fiasko wird.
Ich als Trainer habe dann auch keine Mögllichkeit mehr, dies zuvermeiden.

Die Grafik nun verstanden? Ist doch eigentlich auch logisch?

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Angst?
Was ist das? Haben wir das auch? Oh ja, jeder Mensch hat da im Kopf einen "Schalter", der einfach anspringt.
Ist auch wieder verschieden von Mensch zu Mensch. Ist leider bei unsererem Sport ein Handycap.
In den jungen Jahren noch nicht so stark ausgebildet.
Wie können wir dies "heilen"? Eigentlich nur, wenn ich Euch davon überzeuge, dass ihr das Element könnt, "beherrscht".
Ich habe dies doch schon sehr oft zu Euch gesagt? Ihr könnt sicher sein (vorausgegangen sind ja Tests mit der Lounge und danach nur einer Hilfestellung), wenn ich es sage, könnt und habt ihr alles, wie: Ausführung, Muskeln, Zeitpunkt usw..
Ihr müsstet lernen, nach zig Vorversuchen, einfach das neue Element locker zu turnen.
Selbst bei den Kunstsprüngenins Wasser, sind unsere Elemente die sichersten, die es gibt. Man kann nur mal auf den Bauch oder Rücken fallen. Dass dies zwar nur weh tut, habt ihr alle schon bemerkt.


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